17 keV. Das Wort „unmöglich“ ist gerade kleiner geworden.

17 keV. Das Wort „unmöglich“ ist gerade kleiner geworden.

Jahrzehntelang hieß es: Neutrinos sind kaum nachweisbar.

Richtig.

Aber vielleicht wurde daraus viel zu lange die falsche Schlussfolgerung gezogen.

Weil die Natur interessiert sich nicht dafür, ob wir etwas schwer messen können.

Es geschieht trotzdem.

Tief unter dem Gran-Sasso-Massiv hat XENONnT die direkte Beobachtung solarer Neutrinos nun in einen Energiebereich verschoben, der noch vor wenigen Jahren absolut unerreichbar erschien:

bis hinunter zu etwa 17 keV.

Und diesmal sollte man sehr genau hinschauen, was hier wechselwirkt:

Neutrinos. Elektronen. Materie.

Keine Philosophie. Keine Spekulation. Keine Zukunftsvision.

⚡️ MESSUNGEN, FAKTEN, REALITÄT ⚡️

Die schwächsten Wechselwirkungen der Natur werden bei immer niedrigeren Energien experimentell sichtbar.

Die spannende Frage lautet deshalb längst nicht mehr, ob das Unsichtbare mit Materie wechselwirkt.

Es tut es.

Die wirklich unbequeme Frage lautet:

Was werden Wissenschaft, Mathematik und moderne Materialien nun aus diesen Wechselwirkungen machen, die frühere Generationen für unmöglich hielten?

XENONnT alleine beweist noch keine Neutrinovoltaik im industriellen Maßstab.

Aber XENONnT liefert etwas, das für Wissenschaft und zukünftige Anwender viel wertvoller ist:

ein weiteres gemessenes Stück Realität.

Und die Geschichte zeigt:

Sobald die Messung beginnt, bekommt das Wort „unmöglich“ ein Problem.

Quelle: pro-physik.de →